Spirituelle Perspektive
Alle großen spirituellen Traditionen kennen Vergebung als zentrales Thema — nicht als moralische Pflicht, sondern als Befreiungsakt. Das Aramäische Wort, das Jesus für Vergebung nutzte, bedeutet wörtlich: loslassen, was sich aufgestaut hat. Nicht Zustimmung, nicht Vergessen — sondern die Weigerung, weiter Energie in das Festhalten des Unrechts zu investieren. Das Kybalion würde sagen: Wer nicht vergibt, bleibt kausal mit der Verletzung verbunden. Die Wirkung läuft weiter — im Inneren des Verletzten.